|
Competa, zu Füßen der Sierra Tejeda und Sierra Almijara. Vor dreißig Jahren trugen die Leute dort geflochtene Schuhe, vor 20 Jahren wurde eine Straße gebaut, denn das Dorf
war nur mit dem Muli erreichbar. Heute wohnen dort ebenso viele Ausländer wie Spanier, vornehmlich Engländer. Viele Einheimische verkaufen ihre rustikalen Häuser an Ausländer und ziehen in neue, komfortable Chalets außerhalb
des Dorfes. Die Bars haben sich zu Restaurants mit englischer Speisekarte entwickelt. Die Spanier beklagen sich, dass man kein Schwätzchen mehr auf der Straße halten kann, es gibt keine Nachbarschaft wie früher. Die Wahl
zwischen Armut und Entfremdung fällt immer gleich aus. Aber wer will es ihnen verdenken?
|