Dorf Competa

Die weißen Dörfer Andalusiens sind ein afrikanisches Erbe. An den Berg geschmiegt, kompakt gebaut, steile Gassen mit querlaufenden Rinnen im Zementboden, damit das Muli Halt findet.
Jeder kennt Jeden. Vor den Häusern sitzen die Frauen nach der Hitze auf niedrigen, fast beinlosen, geflochtenen Stühlen,  schwatzend und arbeitend.

Gasse

Die lange Siesta zwischen 14 und 17 Uhr ist heilig für alle, die sich im Dorf aufhalten.
Nur Touristen versuchen, in der Mittagszeit herumzuschlendern.

Calle Alta-Competa

Competa, zu Füßen der Sierra Tejeda und Sierra Almijara. Vor dreißig Jahren trugen die Leute dort geflochtene Schuhe, vor 20 Jahren wurde eine Straße gebaut, denn das Dorf war nur mit dem Muli erreichbar. Heute wohnen dort ebenso viele Ausländer wie Spanier, vornehmlich Engländer. Viele Einheimische verkaufen ihre rustikalen Häuser an Ausländer und ziehen in neue, komfortable Chalets außerhalb des Dorfes. Die Bars haben sich zu Restaurants mit englischer Speisekarte entwickelt. Die Spanier beklagen sich, dass man kein Schwätzchen mehr auf der Straße halten kann, es gibt keine Nachbarschaft wie früher.
Die Wahl zwischen Armut und Entfremdung fällt immer gleich aus.  Aber wer will es ihnen verdenken?
 

Dorf Competa -Aquarell  Maren Fischer

Aquarell Maren Wellendorf

Calle Alta-Aquarell  Maren Wellendorf

Pastell
Maren Wellendorf

Maren Wellendorf-Schwätzchen

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Acrylbild Maren Wellendorf